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Öffentlich geförderte Beschäftigung (ÖgB): Ein Weg zurück in den Arbeitsmarkt

 
 
Bitte beachten Sie die unten aufgeführten Auswirkungen des Teilhabechancengesetzes auf das Angebot ÖgB NRW.
 
 

Öffentliche oder gemeinnützige Träger können über die Regionalagentur einen Antrag auf eine öffentlich geförderte Beschäftigung stellen. Die öffentlich geförderte Beschäftigung ist für erwerbsfähige Personen gedacht, die Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld 2) beziehen und auf Grund vorliegender Vermittlungshemmnisse nicht direkt in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden können. Das Ziel der öffentlich geförderten Beschäftigung ist es, diese Menschen über eine Tätigkeit auf dem sozialen Arbeitsmarkt (max. für zwei Jahre) an den allgemeinen Arbeitsmarkt heranzuführen und ihnen so mittelfristig wieder eine Perspektive auf diesem zu eröffnen.

Die Arbeitsplätze, die im Rahmen einer öffentlich geförderten Beschäftigung angeboten werden, sind bei den öffentlichen oder gemeinnützigen Trägern angesiedelt. Sie sind zusätzlich und verdrängen daher keine Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Entsprechend niederschwellig fallen die Anforderungen dieser Arbeitsplätze an die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus: Die Heranführung an den allgemeinen Arbeitsmarkt kann nur gelingen, wenn die Menschen nicht direkt überfordert werden. Die Arbeitsentgelte werden aus dem Etat des zuständigen Jobcenters im Rahmen der Möglichkeiten des § 16e SGB II gefördert.

Die Rahmenbedingungen der öffentlich geförderten Beschäftigung werden hingegen aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. So ist die Einrichtung einer koordinierenden Projektleitung, die Bereitstellung von Coaches für die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die interne bzw. externe Qualifizierung dieser möglich. Die Arbeit der Coaches beschränkt sich nicht nur auf die Zeit des Beschäftigungsverhältnisses, sondern setzt bereits drei Monate vor dem Start in dieses an. So wird sichergestellt, dass die Menschen auf die neuen Herausforderungen vorbereitet werden. Bei Bedarf kann zudem eine bis zu sechs Monate umfassende Nachbetreuungsphase eingerichtet werden.

Weitere Informationen zur öffentlich geförderten Beschäftigung erhalten Sie in der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland oder auf der entsprechenden Internetseite des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen bzw. auf der Internetseite der G.I.B.

 
 

Auswirkungen des Teilhabechancengesetzes

 
 

Zum 01.01.2019 soll mit dem Teilhabechancengesetz das SGB II angepasst werden. Das Teilhabechancengesetz sieht eine Neufassung des § 16e SGB II vor, nach der die geförderte Person zumindest in den ersten sechs Monaten nach Beschäftigungsaufnahme nach begleitendes Coaching erhalten muss. Diese Neufassung ist zu der aktuell geltenden ESF-Förderrichtlinie des Landes NRW nicht kompatibel, da diese von der "alten" (aktuell noch gültigen) Fassung des § 16e SGB II ausgeht und das begleitende Coaching aus ESF-Mitteln fördert. Das Gesetz hat jedoch Vorrang und eine Doppelförderung ist ausgeschlossen. Das bedeutet konkret: Für bereits bewilligte ÖgB-Projekte ändert sich nichts. Wer bis zum 31.12.2018 in ein entsprechend gefördertes Beschäftigungsverhältnis eingemündet ist, kann wie bisher das Projekt durchlaufen. Zur Verfügung stehende Plätze können ab dem 01.01.2019 jedoch nicht nachbesetzt werden. Auch werden ab dem 01.01.2019 zunächst keine neuen ÖgB-Projekte bewilligt, da der dann gültige § 16e SGB II für die nötige Kofinanzierung wegfällt. Das Land NRW prüft die dann bestehenden Möglichkeiten. Sobald es eine Entscheidung gibt, erfahren Sie diese an dieser Stelle. (Stand: 10.10.2018)

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Europäische Union Europäischer Sozialfonds
ESF NRW
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
 
Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb
Alles Echt! - Südwestfalen
 

Ursula Rode-Schäffer (Geschäftsführerin)
Tel.: 0 29 21 - 30 34 99 • Fax: 0 29 21 - 30 26 55 • E-Mail senden

Frederik Woischwill (stellv. Geschäftsführer)
Tel.: 0 29 31 - 94 40 40 •  Fax: 0 29 21 - 30 26 55 •  E-Mail senden

 

Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland e.V.  •  Hoher Weg 1-3  •  59494 Soest

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