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Aufruf zu „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ veröffentlicht

12.06.2018

Aufruf zu „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ veröffentlicht

Das MAGS NRW hat einen Aufruf zum Thema „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ veröffentlicht. Entsprechende Projekte sollen die Chancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen verbessern.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS NRW) hat einen neuen Aufruf unter dem Motto „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ veröffentlicht. Jährlich stehen nun bis zu acht Millionen Euro für entsprechende Projekte zur Verfügung. „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ knüpft an die Tatsache an, dass Armut in NRW nicht nur regional verteilt ist, sondern auch innerhalb von Städten sehr unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Entsprechende Stadtbezirke weisen eine hohe Quote von Hartz IV – Empfänger/innen auf und gerade auch Kinder und Jugendliche leiden sehr unter dieser Situation.

Die Armut ist nicht nur materieller Natur, sondern schränkt die Kinder und Jugendlichen auch in ihren Entwicklungs- und Teilhabemöglichkeiten ein. Dies bedeutet nicht nur negative Folgen für die betroffenen Personen, sondern mittelfristig auch für die gesamte Gesellschaft. Hier setzt das MAGS NRW mit „Zusammen im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern“ an und fordert lokale Akteure auf, Projektvorschläge zu den drei Bausteinen des Aufrufs einzureichen. Während die Bausteine 1 und 2 aus Landes- und ESF-Mitteln finanziert werden, wird Baustein 3 ausschließlich aus Landesmitteln gefördert. Im Folgenden werden die drei Bausteine kurz vorgestellt:

Baustein 1: Aktive Nachbarschaft – Bezugspersonen im Quartier

Förderfähig sind Personalausgaben für „Quartiers-Kümmerer“, die Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien zur Seite stehen und gemeinsam mit diesen Aktionen planen und umsetzen sollen. So sollen z. B. der Übergang von der Grundschule zu einer weiterführenden Schule positiv gestaltet bzw. Teilhabechancen an der Gesellschaft erweitert werden. Förderfähig sind nicht nur bewährte Konzepte, sondern ausdrücklich auch neue Formen von Zugängen und Maßnahmen.

Baustein 2: Gesundes Aufwachsen

Förderfähig sind Personalausgaben im Rahmen von Projekten, welche das gesunde Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten Familien zum Ziel haben. Gefördert werden sollen insbesondere Projekte, in denen die Teilnehmer/innen theoretische und praktische Kenntnisse im Bereich Nahrungs- und Lebensmittel erwerben können sowie Projekte, die sportliche Aktivitäten unterstützen.

Baustein 3: Daten zu Taten im Sozialraum

Förderfähig sind Personal- und Sachkosten. Die Projekte zu diesem Baustein sollen Daten zu Sozialräumen erheben, auswerten und dann Ansatzpunkte für lokale Angebote bieten. So soll erreicht werden, dass Maßnahmen punktgenau angesetzt werden können. Förderfähig sind daher nicht nur Erhebungen und Analysen, sondern z. B. auch Sozialraumkonferenzen sowie Diskussions- und Transferveranstaltungen.

Für alle drei Bausteine gilt: Antragsberechtigt sind juristische Personen, die ihren Sitz in NRW haben. Dies können Gebietskörperschaften, Träger der Freien Wohlfahrtspflege oder auch andere Akteure sein, die vor Ort aktiv sind. Die Projekte sollen für mindestens zwölf Monate gefördert werden, wobei der Durchführungszeitraum auf den 31.12.2020 befristet ist. Sollte bis zum 20.07.2018 ein Antrag gestellt werden, ist ein Förderbeginn noch 2018 möglich. Später eingereichte Projekte können voraussichtlich erst ab 2019 gefördert werden.

Den kompletten Aufruf finden Sie hier. Weitere Informationen erhalten Sie in der Regionalagentur und auch auf der Internetseite zum Vorhaben.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Europäische Union Europäischer Sozialfonds
ESF NRW
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
 
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