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Always on und grenzenlos mobil? Workshop zur SINUS Jugendstudie 2016

01.10.2018

Am 25.09.2018 luden die Regionalagentur und die Kommunale Koordinierungsstelle vom Kreis Soest Expert/innen aus dem Übergang Schule-Beruf zu einem Workshop zur SINUS Jugendstudie 2016 ein.

 
 

Nachdem eine Informationsveranstaltung zur SINUS Jugendstudie 2016 bereits letztes Jahr durchgeführt worden war, folgten vergangenen Dienstag erneut 50 Expertinnen und Experten, die im Übergang von der Schule in den Beruf tätig sind, der gemeinsamen Einladung der Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland und der Kommunalen Koordinierungsstelle vom Kreis Soest in die Aula des Hubertus-Schwartz-Berufskollegs. Doch eine reine Informationsveranstaltung sollte es dieses Mal nicht werden: Nachdem Dr. Gabriele Schambach von der SINUS:akademie die verschiedenen Lebenswelten der Jugendlichen noch einmal anschaulich vorgestellt hatte, ging es an vier Thementischen mit unterschiedlichen Fragestellungen darum, die Erkenntnisse der Studie mit den eigenen Erfahrungen zusammenzubringen.

Dr. Gabriele Schambach / Foto: Wilhelm Müschenborn, Kreis Soest
Dr. Gabriele Schambach / Foto: Wilhelm Müschenborn, Kreis Soest
 

Gemäß der SINUS Jugendstudie 2016 können die 14 bis 17-jährigen Jugendlichen in Deutschland einer von sieben so genannten Lebenswelten zugeordnet werden, wobei die Zuordnung davon abhängig ist, welche Anschauungen und Werte von den Jugendlichen vertreten werden:

  • Konservativ-Bürgerliche: starke Verbundenheit zu Heimat und Familie, ausgeprägte Bodenständigkeit, wollen sich in die Welt der Erwachsenen eingliedern
  • Adaptiv-Pragmatische: der „Mainstream“, sehr anpassungsbereit und leistungswillig
  • Prekäre: Jugendliche mit schwierigen Startvoraussetzungen, die jedoch um Teilhabe bemüht sind und sich durchbeißen wollen
  • Materialistische Hedonisten: freizeit- und familienorientierte Unterschicht, großes Interesse an Marken
  • Experimentalistische Hedonisten: Nonkonformisten, die das Leben in allen Zügen genießen wollen
  • Sozialökologische: vertreten immaterielle Werte, sind auf das Gemeinwohl und Nachhaltigkeit bedacht
  • Expeditive: wollen nicht ankommen, sondern immer wieder etwas Neues kennenlernen, sehr leistungsorientiert

An den vier Thementischen ging es um die Fragen „Welche Werte der Unternehmen und Betriebe decken sich mit den unterschiedlichen Werten der jeweiligen jugendlichen Lebenswelten?“, „Wie erreichen wir die unterschiedlichen Jugendlichen mit unseren Angeboten?“, „Welche beruflichen Potenziale liegen in den jeweiligen jugendlichen Lebenswelten?“ sowie „Wie können wir die Jugendlichen gemäß ihrer Lebenswelten ansprechen?“. Jeder der Experten bzw. jede Expertin hatte die Gelegenheit, an drei verschiedenen Thementischen mitzuarbeiten. Im Anschluss wurden die Ergebnisse von den jeweiligen Moderatorinnen und Moderatoren zusammengefasst. Die gewonnen Erkenntnisse können von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern direkt in den Berufsalltag übernommen werden, in näherer Zukunft sollen aber auch noch Handlungsempfehlungen seitens der Veranstalterinnen herausgegeben werden.

Die Veranstaltung wurde aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds.

Europäische Union Europäischer Sozialfonds
ESF NRW
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW
 
Faire Arbeit - Fairer Wettbewerb
Alles Echt! - Südwestfalen
 

Ursula Rode-Schäffer (Geschäftsführerin)
Tel.: 0 29 21 - 30 34 99 • Fax: 0 29 21 - 30 26 55 • E-Mail senden

Frederik Woischwill (stellv. Geschäftsführer)
Tel.: 0 29 31 - 94 40 40 •  Fax: 0 29 21 - 30 26 55 •  E-Mail senden

 

Regionalagentur Hellweg-Hochsauerland e.V.  •  Hoher Weg 1-3  •  59494 Soest

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