Werkstattjahr

Das Werkstattjahr ist ein gemeinsames Programm des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales (MAIS) und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung (MSW) des Landen NRW. Es ist ein Angebot im Bereich der Berufsvorbereitung und wendet sich an Jugendliche, die keine Ausbildung oder Beschäftigung gefunden haben und auch in keiner berufsvorbereitenden Maßnahme der Arbeitsagentur sind und daher an einer Klasse für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis (KSoB) der Berufskollegs teilnehmen. Sie müssen noch berufsschulkpflichtig sein oder unmittelbar nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule in das Werkstattjahr eintreten.

Teilnehmen am Werkstattjahr 2011/2012 können

  • Jugendliche ohne Schulabschluss
  • Jugendliche mit Hauptschulabschluss nach Klasse 9,
  • in Ausnahmen Jugendliche mit Hauptschulabschluss Klasse 10 (nicht mittlerer Schulabschluss, Fachoberschulreife),
  • Jugendliche aus Förderschulen,
  • schulpflichtige Jugendliche mit Duldungsstatus.

 

Die Jugendlichen erhalten im Werkstattjahr die Möglichkeit ihre Chanchen für den Einstieg in Ausbildung oder Beschäftigung zu verbessern. Das Werkstattjahr zielt dabei ab auf:

  • den Erwerb von Schlüsselqualifikationen, die für eine Ausbildung bzw. berufliche Tätigkeit wichtig sind,
  • die Erlangung von ersten beruflichen Kenntnissen und Fähigkeiten (möglichst durch Vermittlung von Qualifizierungsbausteinen),
  • das Sammeln von Erfahrungen im realen Berufsalltag (Praktika) und das Anwenden des Erlernten im Praktikumsbetrieb,
  • die Verbesserung schulischer Basiskenntnisse im beruflichen Handlungskontext,
  • die Entwicklung konkreter persönlicher Anschluss- bzw. Übergangsperspektiven bevorzugt in duale Ausbildung oder Beschäftigung aber auch in eine anschließende berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme der Agentur für Arbeit.


Das Werkstattjahr findet an den Lernorten Berufskolleg (an 2 Tagen pro Woche) und Bildungsträger (3 Tage pro Woche) statt. Während der Zeit beim Bildungsträger erfolgt auch ein obligatorisches Betriebspraktikum von mindestens 6 Wochen. Für die Teilnahme am Werkstattjahr erhalten die Jugendlichen eine monatliche Mehraufwandentschädigung in Höhe von 120,- €.

Das Werkstattjahr NRW ist wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Hier finden Sie weitere Informationen zum Werkstattjahr. Für Fragen und Antworten zum Werkstattjahr können Sie eine FAQ-Liste herunterladen.

Der Zugang ins Werkstatjahr erfolgt ausschließlich über die Berufsberatung der Agenturen für Arbeit. Die Jugendlichen müssen daher frühzeitig individuelle Beratungstermine mit der jeweils zuständigen Berufsberatung vereinbaren. Auf der Basis der persönlichen Beratungsgespräche entscheidet die Agentur für Arbeit, ob das Werkstattjahr NRW oder eine andere Maßnahme das richtige Angebot ist und weist die Jugendlichen dann dem Werkstattjahr bei einem Bildungsträger zu, der das Werkstattjahr anbietet.

Das aktuelle Werkstattjahr 2011/2012 hat am 01.08.2011 bei den beteiligten Bildungsträgern begonnen und endet am 31.07.2012. Der Unterricht am Berufskolleg startet mit Beginn des Schuljahres. Bis Ende Oktober 2011 - unter Umständig auch noch später - ist eine Aufnahme durch Zuweisung seitens der zuständigen Berufsberatung der Arbeitsagenturen Meschede bzw. Soest noch möglich.

 

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