Mit der Landespressekonferenz vom 13. Juni 2008 startete offiziell das Landesprogramm Integration unternehmen! zur Schaffung von rund 1.000 neuen Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen in Integrationsunternehmen innerhalb von drei Jahren.
Das insgesamt mit 10 Mio. € Landesmitteln ausgestattete Programm wird gemeinsam mit den Landschaftsverbänden Rheinland und Westfalen-Lippe umgesetzt. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und der Arbeitskreis der zugelassenen kommunalen Träger (Jobcenter) in NRW unterstützen die Initiative.
Der Start des Programms ist gelungen. Bis zum Ende des Jahres 2008 sind 32 Vorhaben positiv entschieden worden. Im Rahmen dieser Förderung werden voraussichtlich rund 370 Arbeitsplätze entstehen, von denen knapp 230 für schwerbehinderte Menschen vorgesehen sind.
Das Landesprogramm wurde in 16 Regionalveranstaltungen beworben, die von ca. 800 Interessierten besucht worden sind. Ergänzend fanden in vielen Regionen Gründungs-Workshops statt, um neue Integrationsunternehmen zu gewinnen. Dies sind rechtlich und wirtschaftlich selbständige Unternehmen. Sie beschäftigen schwerbehinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, deren Teilhabe ansonsten aufgrund von Art und Schwere der Behinderung oder wegen sonstiger Umstände voraussichtlich trotz Ausschöpfens aller Fördermöglichkeiten auf besondere Schwierigkeiten stößt. In Integrationsunternehmen sollen von der Belegschaft mindestens 25 % der Beschäftigten der genannten Zielgruppe angehören. Aber: der Anteil der beschäftigten Personen mit einer Schwerbehinderung soll in der Regel 50 % nicht überschreiten.
An der Förderung aus dem Landesprogramm Integration unternehmen! können auch bereits am Markt tätige Integrationsunternehmen partizipieren, die bestehende Geschäftsfelder ausweiten oder neue erschließen möchten. Auch gewerbliche Unternehmen, die bereit sind, Teile ihrer Produktion für behinderte Menschen zu öffnen und einen Integrationsbetrieb oder eine Integrationsabteilung einzurichten, erhalten bei Erfüllen der Voraussetzungen Zuschüsse aus dem Landesprogramm.
In Nordrhein-Westfalen gibt es derzeit mehr als 110 Integrationsunternehmen mit rund 1.400 Beschäftigten mit Handicap und etwa 2.950 Beschäftigten insgesamt.
Im Rahmen des Landesprogramms sollen vor allem besonders betroffene behinderte Menschen in Arbeitslosigkeit das Bundesprogramm JobPerspektive nutzen können und mit einem Kombilohnarbeitsplatz nach § 16 e SGB II die Chance auf eine dauerhafte Beschäftigung erhalten.
Informationen zum Landesprogramm Integration unternehmen! erhalten Interessierte bei der G.I.B. und der örtlichen Regionalagentur.
Programm begleitend wurde eine neue Internetpräsentation unter www.integration.unternehmen.nrw.de eingerichtet, die regelmäßig aktualisiert wird.
